Orientierungsstufe

Mit dem großen Schritt, den die Kinder aus ihren Grundschulen in unser Gymnasium machen, überschreiten sie eine sehr wichtige, aber zugleich auch sehr sensible Nahtstelle. Diese gilt es vorsichtig, aber auch menschlich und verständnisvoll zu gestalten. Ohne einen regelmäßigen und offenen Kontakt mit den KollegInnen der abgebenden Grundschulen wäre das gar nicht möglich. Wie gelingt also an dieser sensiblen Stelle erfolgreiches Lernen? Was folgt, ist eine kurze Übersicht über unsere pädagogische Arbeit in der Orientierungsstufe.

  1. Nach der Aufnahme an unserer Burg führen wir die Schulhaus-Rallye für alle Neuen durch, und zwar noch vor den Sommerferien. Dabei lernen die Kinder sich gegenseitig, aber auch ihre neue Schule kennen und ein Fremdsein kommt am ersten Schultag erst gar nicht auf.
  2. In einer kleinen Feier nehmen wir dann die Kinder am ersten Schultag bei uns auf und viele SchülerInnen und LehrerInnen wirken dabei mit.
  3. Jede Klasse hat von Anfang an mindestens 2 KlassenpatInnen, die sich täglich mit den Klassen treffen und bei Problemen und Fragen helfen.
  4. In den ersten Wochen fahren alle Klassen zu dreitägigen Kennenlerntagen mit LehrerInnen und PatInnen in Jugendherbergen im Umkreis. Unser Ziel dabei ist die Bildung einer echten Klassengemeinschaft, in der man sich kennt und respektiert.
  5. Vorort führen wir Busschulungen durch, denn viele Kinder sind nicht an das tägliche Busfahren gewöhnt.
  6. Nach den Herbstferien starten wir mit unserer Hausaufgabenbetreuung für die 5. und 6. Klassen, und zwar kostenfrei, 4mal in der Woche, mit LehrerInnen und älteren SchülerInnen.
  7. Im Fach Deutsch führen wir eine sprachliche Förderung für die 5. Klassen, bei ausreichender Kapazität auch 6. Klassen, durch.
  8. Als MINT - Schule ist uns die Förderung der Kinder im naturwissenschaftlich-mathematischen Bereich natürlich besonders wichtig. Deshalb sind Computerunterricht, Vorbereitung auf "Jugend forscht - Schüler experimentieren" sowie Laborunterweisung drei Bausteine unseres Konzeptes für die Jahrgangsstufen 5 - 13, die allen SchülerInnen der Orientierungsstufe zugänglich sind. 8. Im Hinblick auf individuelle Unterstützung sei an dieser Stelle auch auf das gut funktionierende Nachhilfenetz unserer SV hingewiesen.
  9. Es gibt auch schon für die Orientierungsstufe eine ganze Reihe verschiedenster Arbeitsgemeinschaften, ebenfalls Orte nicht nur um zu lernen, sondern auch um in der neuen Schule heimisch zu werden.
  10. Wir führen sowohl ein Sozialkompetenztraining als auch eine Medienschulung durch, letztere auch für die Eltern.

Die Übersicht erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, soll aber zeigen, wie groß das Bemühen um jedes einzelne Kind ist. Wenn die Schulgemeinschaft zusammenarbeitet und jeder seine Aufgabe ernst nimmt, stehen die Chancen für einen erfolgreichen Weg durch das Gymnasium gut. Und eine letzte Bemerkung sei mir gestattet: Schule kann durchaus Spaß machen und ein Ort sein, wo man morgens gerne hin geht. Ein solcher Ort möchte das BurgGymnasium sein. Dafür arbeiten wir.

Dagmar Römer, Orientierungsstufenleiterin