Perspektive

Schüleraustausch Lyon-Kaiserslautern

Am Sonntagmorgen, dem 18.03. machten wir uns  um 9 Uhr mit 26 Schülerinnen und Schülern sowie unserer Lehrerin Frau Meyer und unserem Lehrer Herrn Grünewald mit dem Bus auf den Weg nach Lyon. Nach einer ruhigen Fahrt und drei Pausen kamen wir gegen 17 Uhr auf einem Parkplatz neben der Schule an, wo wir schon von den Austauschpartnern erwartet wurden. Wir fuhren zu unseren Gastfamilien nach Hause und aßen gemeinsam das erste französische Essen.

 

Am nächsten Morgen gingen wir in Dreiergruppen in den Unterricht verschiedenster Klassen, um in den Schulalltag zu schnuppern. Uns fielen direkt Unterschiede zwischen deutschen und französischen Schulen auf:  zum Beispiel, dass eine Schulstunde 55 Minuten dauert anstatt 45 Minuten. Von 12 bis 14 Uhr gab es eine Mittagspause, um in der Mensa oder zu Hause etwas zu essen. Viele Schüler nutzten auch die Zeit um Sport zu treiben oder mit ihren Freunden zu erzählen. Um 15 Uhr war die Schule dann zu Ende. Wir trafen uns im CDI mit unseren Austauschpartnern und lernten jeweils in der anderen Sprache einen Zungenbrecher, den wir später vortrugen. Ein Beispiel ist:  „Die Katzen kratzen im Katzenkasten, im Katzenkasten kratzen die Katzen“ oder „Trois petites truites cuites, trois petites truites crues“ (Drei kleine gegarte Forellen, drei kleine rohe Forellen.J). Danach schrieben wir Geräusche von Tieren oder Gegenständen auf, die in beiden Sprachen unterschiedlich ausgesprochen werden: In Frankreich macht eine Kuh „meuh“, in Deutschland „muh“, die Feuerwehr in Frankreich „pin-pon“, in Deutschland „ring“. Außerdem schrieben wir gemeinsam mit unserem Austauschpartner ein Elfchen in beiden Sprachen auf und trugen es vor allen anderen vor. Danach gingen wir in die Mensa, in der wir noch abschließend Kuchen zusammen aßen. Die Eltern der Austauschpartner holten uns dann um 17 Uhr ab. Nach diesem langen Tag verbrachten wir den Abend mit unserer Gastfamilie.

 

Am Dienstag fuhren wir mit dem Bus um 9 Uhr von einem der Schule nahegelegenen Platzt weg, um Teile der Stadt Lyon zu besichtigen. Nach etwa einer halben Stunde Busfahrt kamen wir in Lyon an. Von dem Busparkplatz unter einer Brücke liefen wir gemeinsam hoch zur Basilique. Während diesem Anstieg blies uns ein eiskalter Wind entgegen, der zum allgemeinen Frieren beitrug. Auf dem Weg zur Kirche machten wir Halt für ein Gruppenfoto. Als wir dann die Basilique erreicht hatten, konnten wir in Kleingruppen die Aussicht genießen und die Kirche ansehen und bestaunen. Nach etwa 30 Minuten trafen wir uns wieder auf dem Platz vor der Kirche, um den Weg zum Museum anzutreten. Vor dem Museum „Théâtre Gallo Romain“, das wir mit Audioguides besichtigt haben, wurde uns erklärt, wie man sich verhalten muss. In dem Museum, das von dem römischen Ursprung der Stadt Lyon erzählte, war eine interessante Ausstellung mit einigen Mosaiken zu sehen. Zwischendurch gab es auch zwei Aussichtspunkte, von denen aus man einen Überblick über das nebenanliegende Amphitheater bekommen konnte. Am Ende des Rundgangs im Museum befand sich eine Mit-Mach-Ausstellung mit Spielen sowie der Möglichkeit, sich als Römer zu verkleiden und auf einem Pferderennwagen für ein Foto zu posieren. Kurz vor dem Ausgang befand sich ein Museumsshop, um sich ein Andenken zu besorgen. Nach diesem interessanten Museumsbesuch begaben wir uns in das Amphitheater, um dort unser Picknick zu machen. Diese Gelegenheit wurde von den Lehrern sofort für ein Gruppenbild genutzt. Nach unserem Mittagessen liefen wir gemeinsam den Berg hinunter Richtung Fußgängerzone. Als wir dann einen Treffunkt und eine Uhrzeit vereinbart hatten, konnten wir uns in mindestens Dreiergruppe in der Innenstadt oder der Altstadt bewegen. Nachdem sich alle nach dem einkaufen wieder auf der Place Bellecour versammelt hatten, fuhren wir mit unserem Bus zurück nach Ecully. Wieder an der Schule Sacré Coeur angekommen, trafen wir unsere Austauschschüler mit denen wir dann nach Hause fuhren.

 

Am Mittwochmorgen ging es ein weiteres Mal mit dem Bus von Ecully nach Lyon. Gemeinsam besuchten wir Deutschen die Stelle, an der die beiden Flüsse Rhône und Saône aufeinandertreffen. Die eisigen Temperaturen und der Wind sprachen nicht wirklich für Frühling, aber immerhin regnete es nicht. Es wurden noch einige Erinnerungsbilder geschossen, bevor wir uns auf den Weg zum naheliegenden Einkaufszentrum machten. Unser Aufbrechen blieb jedoch  von einigen Schülern unbemerkt. Nachdem wir die verlorenen Schüler wieder eingesammelt hatten, nutzten wir die restliche Zeit für einen kleinen Einkaufsbummel. Dann ging es wieder zurück nach Ecully zu unseren Austauschschülern. Diese haben jeden Mittwoch schon um 12 Uhr Unterrichtsschluss. Den restlichen Nachmittag und Abend verbrachten wir in unseren Gastfamilien mit Bowling, Shopping, Fußball oder anderen Aktivitäten.

 

Am Donnerstagmorgen ging es zum ersten Mal mit den Franzosen in die Stadt. Zuerst machten wir in deutsch-französischen Kleingruppen eine Stadtrallye. Am Ende der Rallye kamen alle Gruppen zufrieden und erschöpft am Ziel an. Anschließend blieb noch ein wenig Zeit für eine Mittagspause, bevor es in das Miniatur- und Filmkulissenmuseum ging. Ausgestellt waren v. a. Figuren aus bekannten Filmen und Alltagsszenen im Schuhkastenformat. Die Ausstellung faszinierte Deutsche und Franzosen gleichermaßen. Nach unserem Museumsbesuch blieb uns noch genug Zeit für eine gemütliche Shoppingtour. Souvenirs wurden gekauft und Eclaires wurden probiert. Anschließend ging es wieder zurück und wir genossen den letzten Abend in unserer Gastfamilie.

 

Am Freitagmorgen standen wir alle mit gepackten Koffern auf dem Schulhof des Collège Sacre Coeur. Es wurde sich mit „la bise“ von unseren Austauschschülern verabschiedet und manche verdrückten sogar ein paar Tränen. Dann machten wir uns mit dem Bus auf den Weg nach Kaiserslautern, wo wir um 16 Uhr ankamen.

Wir freuen uns auf das Wiedersehen im Juni.

 

Charlotte Bien, Lea Brenk, Lilly Terner und Kira Wilbert (Klasse 9a)