„Zeigt uns eure Welt- Manege frei!“

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Brot für die Welt- Aktion für Kinder 2010/2011

Die Aktion „Manege frei- zeigt uns eure Welt“ für Kinder von „Brot für die Welt“ startete am 01.03.2010 und endet am 15.03.2012. Sie setzt eine Reihe von Aktionen unter dem Motto „Zeigt uns eure Welt“ fort. Da Südafrika dieses Jahr Gastgeber der Fußballweltmeisterschaft war, steht dieses Land und seine Leute im Mittelpunkt dieser Aktion. Brot für die Welt geht es darum, die Lebenswirklichkeit vieler Südafrikaner zu zeigen, die mit der Hochglanzwelt der großen Städte in deren Zentren und den prachtvollen Stadien nichts zu tun hat.

So stehen der 12-jährige Junge Sbonelo und seine Freunde im Mittelpunkt der Aktion. Sie gehören zu den Zirkus- Kindern, um die sich Sinani, eine Partnerorganisation von Brot für die Welt, im Township Mshayazafe, einem Vorort von Durban, kümmert. „Sinani“ ist ein Wort der Zulu- Sprache und heißt übersetzt „wir sind bei dir“. Sinani kämpft seit vielen Jahren mit zahlreichen Programmen gegen Gewalt, Armut und Aids in den Townships der Provinz KwaZulu- Natal an der Ostküste Südafrikas. Im Zirkusprojekt am Rand von Durban erfahren die Kinder Gemeinschaft und Zuwendung, lernen Konflikte ohne Gewalt zu lösen, lernen Fertigkeiten bis hin zu einer beruflichen Perspektive und können sich einmal am Tag mit gesundem Essen satt essen.

Dieses Projekt hat den Kolleginnen und Kollegen der Fachschaften katholische und evangelische Religion so gut gefallen, dass sich viele bei der Vorbereitung und Durchführung des diesjährigen „Schuljahresschlussgottesdienstes für die 5. und 6. Klassen mit dem Motto „Fair play - fair life“ mit ihren Klassen beteiligt haben. Alle 5. und 6. Klassen besuchten den Gottesdienst und in allen 5. und 6. Klassen wurde auch ein kleiner Film von Brot für die Welt gezeigt, in dem die Kinder Sbonelo und seine Freunde „kennen lernen“ konnten.

Die Kollekte unseres Schuljahresschlussgottesdienstes betrug 380,- Euro, die von OStR`. Silke Ernst an „Brot für die Welt“ überwiesen wurden. Zum Dank für unser Mitmachen bei der Aktion schickte uns „Brot für die Welt“ zwei fair produzierte Fussbälle für unseren Sportunterricht. So werden unsere Schülerinnen und Schüler an diese Aktion erinnert.

Zu der Aktion „Zeigt uns eure Welt“ gehört auch immer ein Austausch von Bildern. Im Religionsunterricht betrachteten die Kinder Bilder von Kindern aus Südafrika und malten eigene Bilder für diese. Vor den Sommerferien schickten wir bereits die Bilder der Klasse 6c an Brot für die Welt nach Stuttgart. Als die Klasse 5b/c eR davon erfuhr, wollte sie unbedingt auch beim Bildermalen dabei sein. So erfolgte in Klasse 6 noch einmal eine breitere Einführung ins Thema im Kontext von Kinderrechten- Kinderarmut- Kinderarbeit. Der Weg, den die Bilder der Kinder unserer Schule nehmen, ist folgender: Über Brot für die Welt in Stuttgart gelangen die Bilder im April 2011 zu den Kindern im Township von Durban. Anlässlich der Übergabe wird dort ein Fest gefeiert, bei dem Brot für die Welt Fotos macht. Diese können wir dann ab Juni 2011 wiederum kostenlos bei Brot für die Welt beziehen und bei passender Gelegenheit in unserer Schule zeigen. Wenn Sie noch mehr über die Aktion von Brot für die Welt erfahren möchten, können Sie das unter www.brot-fuer-die-welt.de/kinderaktion

Charlotte Armborst

Die beschriebene Aktion von Brot für die Welt in unserem Religionsunterricht:

Unser Religionsunterricht ist sehr abwechslungsreich. Wie z.B. in den letzten Wochen. Als Erstes befassten wir uns mit den Kinderrechten. Dazu bekamen wir ein Arbeitsblatt, auf dem die Kinderrechte aufgelistet waren, suchten uns unser Lieblingsrecht aus und fragten uns: „ Haben alle Kinder diese Rechte?“ Die Antwort war bald gefunden: „Nein, von so einem Leben, wie wir es haben, können viele Kinder nur träumen.“ Danach sahen wir uns die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen in Westafrika,  Südafrika, Indien, Pakistan und Lateinamerika etwas genauer an (u.a. mit Hilfe von Original- Kinderbildern aus diesen Ländern oder authentischen Berichten). Wir befassten uns mit der Situation der Länder. Und dann verglichen wir unser Leben mit dem Leben der Kinder dort. So erkannten wir, wie gut es uns doch eigentlich geht!

Im vergangenen Schuljahr hatten wir zu diesem Thema auch einen Gottesdienst und sammelten Spenden. Daraus erwuchs in uns das Bedürfnis zu helfen. Zuerst fragten wir uns: „Warum sind die Kinder so arm?“ Dazu befassten wir uns mit dem Teufelskreis der Kinderarbeit: Es fängt alles damit an, dass die Eltern entweder gar kein oder zu wenig Geld verdienen. Dann müssen die Kinder auch arbeiten gehen und meistens verdienen die Kinder noch weniger Geld als die Eltern. Und wenn die Kinder den ganzen Tag arbeiten gehen, dann können sie auch nicht zur Schule gehen und lernen nichts. So bekommen sie dann später keine oder schlecht bezahlte Arbeit und sie bleiben arm. Wenn sie dann einmal Kinder bekommen, müssen diese dann auch arbeiten…

Und so fragten wir uns: „Was können wir dagegen tun?“

Zur Beantwortung dieser Frage haben auch wir kein Patentrezept und doch sind wir der festen Überzeugung, dass jede und jeder an ihrem und seinem Platz etwas tun kann, dass es den betroffenen Kindern besser geht: Wir können bewusster einkaufen. Als ein Beispiel hierfür erhielt unsere Schule von Brot für die Welt für unseren Sportunterricht zwei unter fairen Bedingungen hergestellte Lederbälle, so dass alle Schülerinnen und Schüler immer wieder daran erinnert werden, beim Einkauf auf ökologisch und fair hergestellte Produkte zu achten.

Wir haben auch in unserem Gottesdienst für das Kinderprojekt in Südafrika Geld gespendet.

Doch wir wollten auch noch persönlich etwas für die Kinder tun: Weil die Kinder so arm sind, gehen viele Kinder in den Treffpunkt von Sinani, in dem sie unter Aufsicht mit anderen Kindern spielen können. Um den Treffpunkt im Township zu verschönern, malten wir fleißig Bilder von den unterschiedlichsten Dingen:

Als wir alle Bilder fertig hatten, schickte Frau Armborst sie zu Brot für die Welt. Diese Organisation schickt diese dann weiter nach Südafrika. Dort gelangen unsere Bilder zu den Kindern und Jugendlichen, um ihren Treffpunkt im Township etwas schöner zu gestalten.

Wir hoffen, dass sie sich über unsere Bilder freuen!

Otterbach, im November 2010 Elisa Korn und Pauline Wilhelm, Klasse 6 c
Julian Paulus aus Klasse 6 c erstellte uns die folgende Animation:

Zu "Glaube & Werte"

Webmaster, letzte Änderung: 06.12.2010 10:01, Dokumenten-ID: 695

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