Afrika-Projekt

Home » Unterricht » Glaube & Werte » Afrika-Projekt

Afrika-Projekt

„Schulen — Gemeinsam für Afrika“

Im Rahmen des Kampagne „Schulen — Gemeinsam für Afrika“ finden am Burggymnasium Kaiserslautern folgende Aktionen statt:

Im Folgenden werden die einzelnen Aktivitäten näher erläutert.

Stellwände Senegal und Pausenverkauf

Der Senegalhilfe-Verein e.V wurde als gemeinnütziger Verein am 13. Februar 1985 gegründet. Nach seiner Satzung hat er die Aufgabe, hilfsbedürftigen Menschen in Afrika zu helfen. Der Senegalhilfe-Verein e.V. lebt von den Spenden und der ehrenamtlichen Mitarbeit seiner Mitglieder und Freunde. Die Spenden werden ausnahmslos für Projekte in Senegal verwendet. Jedes Jahr fliegen 20-25 Mitglieder für mehrere Wochen nach Senegal, um dort zu arbeiten. Die Kosten für Verwaltung, Flüge und Aufenthalt werden von Spendengeldern bezahlt.

Vom 06.–24.11.06 werden auf Stellwänden das Land Senegal und die Arbeit des Senegalhilfe-Vereins vorgestellt. SchülerInnen sehen z.T. schwere Einzelschicksale, aber auch die vielfältige Hilfe vor Ort, die inzwischen zur Selbsthilfe, von Europa aus unterstützt, geworden ist: Kindergärten, Schulen, ein landwirtschaftliches Ausbildungszentrum, eine Marmeladenfabrik, ein Flüchtlingsdorf und vieles mehr. Die Ausstellung ist u.a. eine Ergänzung zu der Unterrichtsreihe in den drei 7. Klassen, da in dem Jugendbuch Das Geheimnis des Feuers von Henning Mankell auch ein Flüchtlingsdorf vorkommt.       

Außerdem wird an zwei aufeinanderfolgenden Tagen jeweils vor der Schule und in den Pausen ein Verkauf von Senegalesischem Kunsthandwerk stattfinden, der dem Senegalhilfe-Verein zugute kommt.
(Charlotte Armborst)

Einladung von Frau Doris Racké in den Unterricht

Doris Racké, auf deren Initiative der Senegalhilfe-Verein zurückgeht, wird am 06.12.06 einen Diavortrag in einer 6. und einer 7. Klasse halten. Thema ist das Land Senegal und die Arbeit des Senegalhilfe-Vereins vor Ort. Anschließend findet ein Nachgespräch in beiden Klassen statt.
(Charlotte Armborst)

Unterrichtsreihe Afrika  in Klasse 6, Religion

Afrika ist in vielfältiger Weise Thema des Religionsunterricht:

Hauptanliegen der Kampagne „Schulen — Gemeinsam für Afrika“ ist der Wunsch, das Gute in Afrika aufzuzeigen, das neben allen Problemen existiert. In der Unterrichtsreihe geht es um „unser Bild von Afrika“. Die Massenmedien vermitteln uns ein sehr widersprüchliches Bild: Während in den Nachrichtensendungen die Katastrophenmeldungen dominieren, gibt es Hochglanzmagazine, die nur Schönes zeigen — schöne Landschaften, schöne Städte, schöne Menschen. Die SchülerInnen erarbeiten sich ein Bild, das dem Schönen gerecht wird, aber die Probleme nicht völlig ausklammert. In einem geographischen Teil befassen sich die SchülerInnen mit grundlegenden Informationen zu Größe, Klima, Flora und Fauna von Afrika, sowie zu Völkern und Kulturen. Dann setzen sie sich mit afrikanischen Lebensweisen und Kultur am Beispiel des westafrikanischen Landes Ghana auseinander. Sie erfahren Einzelheiten über König, Familie und Alltag, über Schöpfungserzählungen, Märchen, Sprichwörter und Kunst. Dabei erleben die SchülerInnen, das die Afrikaner — entgegen althergebrachter, rassistischer Behauptungen— sehr wohl Geschichte und Kultur haben und ihre Kompetenz, Menschen anderer Kulturen zu begegnen, wird gestärkt.
(Charlotte Armborst)

Unterrichtsreihe "Das Geheimnis des Feuers" in Klasse 7, Deutsch/Religion

In Kooperation zwischen drei Deutschlehrerinnen und einer Religionslehrerin wird zur Zeit parallel in drei 7. Klassen eine handlungs- und produktionsorientierte Beschäftigung mit dem Jugendroman "Das Geheimnis des Feuers" von Henning Mankell durchgeführt. Das Buch bietet einen besonderen Anreiz, da es sich um das wahre Schicksal der 12jährigen Sofia Alface aus Mosambik handelt, die der Autor — selbst in Mosambik lebend — kennengelernt hat. Sofia verliert durch den Bürgerkrieg nicht nur ihren Vater, sondern auch ihre Heimat. Als sie gerade wieder anfängt ein für ihre Verhältnisse normales Leben im Flüchtlingsdorf zu führen, kommt es zu einem schrecklichen Unfall, der Sofias Leben für immer verändert. Beim Spielen mit ihrer Schwester tritt Sofia versehentlich auf eine Landmine. Dadurch verliert sie beide Beine — ihre Schwester kommt zu Tode. Obwohl die Invalidität Sofia als afrikanisches Mädchen in die komplette Perspektivlosigkeit drängt, kämpft sie sich zurück ins Leben und erkämpft sich einen festen Platz in der Gesellschaft. Am Beispiel Sofias erfahren die SchülerInnen, was es bedeutet nicht aufzugeben und Hilfe anzunehmen und anzubieten.

Das Buch bietet im Rahmen des Afrika-Projekts viele Anknüpfungspunkte. Auf einfühlsame und mitreißende Weise wird den Schülerinnen und Schülern vermittelt, wie Kinder ihres Alters aus armen Bevölkerungsschichten in Afrika leben und immer noch unter den furchtbaren Folgen des Bürgerkriegs leiden. Indem die SchülerInnen ein Lesetagebuch anfertigen, erhalten sie die Möglichkeit, sich persönlich und kreativ mit dem Sujet und Afrika auseinander zu setzen. Um diesen persönlichen Zugang zu erleichtern, wurden im Vorlauf der Unterrichtsreihe geschichtliche und kulturelle Hintergründe zu Afrika gemeinsam erarbeitet (Erstellen eines Plakats „Unser Bild von Afrika“, Internetrecherche, Erstellen eines historischen Abrisses von Mosambik). Im Hinblick auf die Problematisierung eines Einzelschicksals vor dem Hintergrund politisch-gesellschaftlicher Strukturen Afrikas vertiefen die SchülerInnnen nicht nur ihre Lesekompetenz und ihren Umgang mit Literatur, sondern entwickeln auch ein problemorientiertes Bewusstsein für Schicksale der Menschen in der dritten Welt. Auf diese Weise wird der eigene Sinnbildungsprozess gefördert und gleichzeitig Schlüsselqualifikationen wie Empathie und Nächstenliebe vermittelt.

Eine interdisziplinäre Behandlung des Buches bietet sich nicht nur wegen der im Buch enthaltenen Verweise auf christliche Mission in Afrika an, sondern auch aufgrund immer wiederkehrender religiöser Sinnfragen, die sich die Protagonisten stellen. Diese Aspekte werden im Religionsunterricht unter der fachmännischen Anleitung einer Religionslehrerin ausführlich besprochen.
(Simone Ackermann, Stefanie Laufer)

Unterrichtsreihe Bildungsprojekte in Afrika in Klasse 6, Erdkunde

Meine Klasse wollte gerne an dem Projekt teilnehmen, weil die Beschäftigung mit Afrika und der Lebenssituation der Menschen ein außergewöhnliches Projekt gegenüber dem „normalen“ Erdkundeunterricht darstellt.

Nach dem Prinzip „Vom Nahen zum Fernen“ haben wir uns bisher mit dem Heimatraum und Deutschland beschäftigt. Deshalb waren die Schüler/innen sofort begeistert eine Unterrichtseinheit über Afrika zu bestreiten. Versprochen habe ich eine Internet-Recherche und das Anfertigen einer Karte als Teil des Projekts. Besonders die Karte fand viel Zuspruch. Mit Wasserfarben, dicken Filzstiften, einer Karte von Afrika und dem Overheadprojektor als Vergrößerer wurde auf Tapetenbahnen eine fast zwei Meter große Afrikakarte gemalt.

Nach einem Einstieg in das Thema mit Hilfe eines Impulsfotos und einer Diskussion über Armut in Afrika fanden wir schnell unser Kartenthema, denn vor kurzem hatte Bundespräsident Horst Köhler darüber gesprochen, dass die beste Investition in die Zukunft die Investition in die Bildung der Jugend sei. Das trifft natürlich für den afrikanischen Kontinent besonders zu. Die Erfolge Afrikas im Bereich der Alphabetisierung der Bevölkerung und der Bereitstellung moderner Kommunikationsmedien sind beachtlich. Solche Projekte darzustellen, sollte das Ziel unserer Karte sein. Afrika sollte damit nicht – wie so oft - als Krisenkontinent dargestellt werden, sondern als regsamer und strebsamer Kontinent mit einer Bevölkerung, die beispielhaft fleißig und wissbegierig ist — Eigenschaften, die Grundlage einer positiven Entwicklung sind.
(Hermann Illius)

Zu "Glaube & Werte"

Webmaster, letzte Änderung: 30.09.2007 21:47, Dokumenten-ID: 173

BurgGymnasium is powered by MODx. Valide XHTML 1.1 & Valide CSS 2. webmaster@burg-kl.de